Ein Fraulauterner für St. Ingbert
24.06.26 Es gibt Sportarten abseits des Mainstreams, die wenig Aufmerksamkeit anziehen. Dazu gehört leider auch Tischtennis. Spannend wird es aber, wenn man seine Nische innerhalb der Nische gefunden hat.
Dazu zähle ich mich selbst: Claudius Grossmann, Stammspieler bei den Erwachsenen für den TTSV Saarlouis–Fraulautern e.V. – zumindest die meiste Zeit. An wenigen Terminen im Jahr ändert sich gewissermaßen meine Identität. Dann starte ich als Athlet im Behindertentischtennis für die BSG St. Ingbert.
So auch am 15./16. Mai 2026 während der Deutschen Meisterschaften im Para Tischtennis in Sindelfingen. In den Wettkampfklassen starteten sowohl sitzende als auch stehende Athleten. Neben den vielen Medaillen meiner Vereinskollegen erreichte ich selbst im Einzel und im Doppel erstmals das Achtelfinale in „meiner“ Wettkampfklasse.
Zwei Wochen am 30.05.2026 später in Niederlinxweiler fanden dann die Saarländischen Landesmeisterschaften statt des „Behinderten- u. Rehasportverbandes Saarland (BRS)“.
Sportlich schied ich im Einzel in der Vorrunde aus nach einem hart erkämpften Sieg. Nicht weiter verwunderlich, denn die Wettkampfklassen wurden wegen geringer Teilnehmerzahl zusammen gelegt. Umso verwunderlicher ist aber, dass mein Doppelpartner Uli Kaiser und ich tatsächlich den zweiten Platz belegten direkt hinter einem sehr starken Doppel aus der Erwachsenen-Saarlandliga.
Das hätte ich mir selbst wohl nie zugetraut.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit auch noch darauf aufmerksam machen, dass diesen Monat auch im Saarland die Special Olympics stattfinden. Denn so manche Nische ist einen Blick wert, auch wenn es manchmal nicht so scheint.
Autor: clg